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Texte zur Verwendung für die Presse. Auf Anfrage erhalten Sie gern Fotos in hoher Auflösung.

 

 

Das Geheimnis der alten Sandberge

Ein Film von Sarah Herbort und Robin Jähne

An einer Abbruchkante, wo der Sand zutage tritt, sind kleine Trichter im Boden zu erkennen. Eine Wanze krabbelt heran, und plötzlich beginnen Sanderuptionen aus den etwa fünf Zentimeter großen Trichtern. Das Insekt rutscht unter dem Bombardement in einen der Trichter. Unten lauern die zwei dornenbesetzten Zangen des Ameisenlöwen, die das Tier zu packen versuchen...
Die Szene im Trailer des neuen Naturfilmes von Sarah Herbort und Robin Jähne ist Spannung pur. Mit aufwendiger Technik erkundeten die Tierfilmer das Augustdorfer Dünenfeld, einem Teil der Senne. In diesem Sandgebiet zu Füßen des Teutoburger Waldes in Ostwestfalen liegen die ältesten Binnendünen Norddeutschlands.
Das Ergebnis der Dreharbeiten, die sich mehr als eineinhalb Jahre hinzogen, wurde zu einem Gesamtfilm geschnitten, einem Directors Cut, mit vielem zusätzlichem, exklusivem Material. Von den Dreharbeiten wissen die Filmer jede Menge Anekdoten zu berichten.
Wie die Geschichte von dem Kaninchen. Das hatte nämlich einen Bau mit zwei Ausgängen. „Wenn ich mit dem Tarnzelt auf der einen Seite saß, passierte etwas interessantes auf der anderen Seite, und umgekehrt“, erzählt Robin Jähne. Also kam eine ferngesteuerte Kamera zum Einsatz – „so konnte ich gleichzeitig beide Ausgänge beobachten“. So kam die Kamera dem Tier sehr nah, zeigt sogar die Jungen im Bau.
„Die Landschaft wirkt auf den ersten Blick unscheinbar“, berichtet Sarah Herbort. Jede Menge Sand, Kiefern und Heide sind in dem Gebiet zu entdecken. „Doch wer genau hinsieht, kann eine ganze Menge spannender Geschichten erleben“, sagt die Filmerin. So beispielsweise das Schwarzkehlchen. Es ist selten und streng geschützt. Sein Nest befindet sich auf dem Boden, meist in einem dicken Grasbüschel. Die Filmer entdeckten es und setzten eine revolutionäre Fernsteuertechnik ein. „Hätten wir da im Tarnzelt gesessen, hätten wir die Tiere gestört. Unter solchen Umständen würden wir niemals drehen“, so Jähne.
Deswegen deponierten sie Kamera, die über Funk gesteuert wird. „Die wurde innerhalb weniger Minuten akzeptiert“. Die Filmer sitzen hunderte Meter entfernt, können auf einem Monitor sehen, was die Kamera aufnimmt und so, ohne die Tiere zu stören, Aufnahmen machen. Der Lohn für den Aufwand waren einzigartige Bilder aus dem Nest der Schwarzkehlchen.
So entstand ein spannender, sehenswerter Film über einen ungewöhnlichen Lebensraum. Bleibt nur noch die Frage, was aus der eingangs erwähnten Wanze im Trichter des Ameisenlöwen wurde. Sie hatte Glück. Denn sie konnte mit einem schnellen Alarmstart den tödlichen Zangen des Raubinsektes entkommen. Und die Kamera von Robin Jähne und Sarah Herbort war dabei und fing die Szene in eindrucksvoller Zeitlupe ein.

 

Premiere: Die Fürstenallee II - Neue Zeiten für eine alte Passstrasse

Ein Film von Sarah Herbort und Robin Jähne

Krachendes Holz. Ein massiver Buchenstamm fällt direkt auf die Kamera und damit auf die Zuschauer. Eine Szene aus dem zweiten Teil der Dokumentation über die Sanierung der Fürstenallee, welche die beiden Naturfilmer Sarah Herbort und Robin Jähne einfingen. Sie setzen damit den ersten Teil ihrer Dokumentation fort, der 2010 erschien. Vier Jahre begleiteten die Filmer die Sanierungsarbeiten der alten Allee - bei Wind und Wetter. Dabei sammelten sie mehr als 20 Stunden Filmmaterial, saßen dann wochenlang im Schnitt.
Nicht immer liefen die Dreharbeiten glatt. „Unsere Filme haben sozusagen einen Running Gag oder ein Markenzeichen. Wenn möglich, wird ein Gewitter eingebaut. Diesmal spielte das Wetter mit, und wir konnten großartige Blitze einfangen“, berichtet Robin Jähne. Vor allem an einem Abend zog ein schweres Unwetter mit so genannten Positivblitzen heran. „Das sind Blitze, die kommen von unten aus erhöhten Gegenständen und rasen in den Himmel. Sie verzweigen sich nach oben, sehen also aus wie die Buchstaben Y und V. Die verästelten Arme dieser Blitze können 20 Kilometer und länger werden“, erklärt Jähne. Er fing gerade mit der Kamera einen solchen Blitz mit der Hochgeschwindigkeitskamera ein, als ein weiterer Blitz in seiner Nähe einschlug. Es habe sich wie ein elektrischer Weidezaun angefühlt, berichtet Jähne - voller Energie habe er weiter gemacht, schmunzelt er.
Die Fürstenallee wurde Anfang des 18. Jahrhunderts gepflanzt - Graf Simon zur Lippe beabsichtigte, nicht nur damit einen prachtvollen Eingang in das Lipperland zu schaffen, sondern die Allee erfüllte auch eine wichtige Aufgabe: Sie schützte den Weg zum Jagdschoss des Grafen vor den Unbilden des Wetters.
Die Allee kam in die Jahre, viele der damals angepflanzten Stileichen wurden durch andere Bäume ersetzt. An den alten Veteranen nagte der Zahn der Zeit, sie wurden teilweise Instabil. Nun wird die Fürstenallee saniert, ganz im Sinne des alten Grafen. Eine gigantische Aufgabe, denn sie betrifft mehr als 1000 Bäume.
Die Naturfilmer begleiten die Maßnahme und zeigen nicht nur die Baumfällungen in extremer Zeitlupe, offizielle Baumpflanzaktionen oder den Zustand der Allee aus der Vogelperspektive, sie wenden sich auch den Tieren und Pflanzen zu, welchen die Allee als Lebensraum dient. Dazu gehört beispielweise der Kleiber - die Kamera schaut hautnah in die Höhle der Spechtmeise. „Wir haben dazu eine spezielle Beleuchtung mit Kaltlicht konstruiert, mit der wir durch eine Spalte m Holz die Bruthöhle erleuchten konnten. So waren erst Aufnahmen möglich“, so Jähne.
Besonders spannend sei es gewesen, als ein Star dem Kleiber die Baumhöhle streitig machen wollte. „Was zeigt, dass einfach Bedarf an Höhlungen da ist“, so der Biologe. Aber alles ging gut, Kleiber und Star fanden eine Unterkunft, und sogar die Dohlen konnten sich eine gemütliche Behausung einrichten.
Im Film werden allerdings auch heimatkundliche und geschichtliche Aspekte geschildert: So ist die Fürstenallee heute eine Verlängerung der Gauseköte. Diese Passstrasse ist jedoch relativ neu, wie Prinz Stephan zur Lippe in dem Film erläutert. Fürstin Pauline ließ sie damals bauen, weil Napoleon für seine Feldzüge gute und gerade Straßen brauchte. Zuvor gab es ein Netz anderer Passstrassen die seit mehr als 1000 Jahren regierte Hohlwege erzeugten und die teilweise auch in die Fürstenallee mündeten.
Sehr viele unterschiedliche Aspekte sollten im Film untergebracht werden - um dennoch einen roten Faden zu schaffen, hatten die Filmemacher eine besondere Idee: Sie präsentieren die vier Sanierungsjahre als eine Art Fotochronik. Robin Jähne blättert sie durch und erhält dabei auch noch besuch von Menschen, die eng mit den Arbeiten verbunden sind. Sie geben dabei kurze Kommentare ihrer ganz eigenen Sichtweise. „Gedreht haben wir diese Szenen im Kreuzkrug - der war einfach perfekt und einen besseren Ort dafür konnte es gar nicht geben“, so Jähne.
Robin Jähne und Sarah Herbort haben mit ihrem zweiten Film über die Fürstenallee eine kurzweilige und informative Dokumentation geschaffen, die sicherlich nicht nur für Lipper spannend ist. Und sie lassen den Humor nicht zu kurz kommen: Sie berichten auch von einer Eule, die keine richtige Eule ist…

 

 

Der Rotmilan-Film gewinnt erneut ersten Preis bei internationalem Naturfilmwettbewerb

 

„Das hatten wir nicht erwartet“ – Naturfilmer Robin Jähne war ein wenig sprachlos. Denn der Film „Das Jahr des Rotmilans – Lippes elegante Greife“ hat am 6. Februar einen weiteren internationalen Preis gewonnen. Er war bereits beim Greenscreen-Naturfilmwettbewerb als „beste unabhängige Produktion“ ausgezeichnet worden. „Wir hatten den Film einfach mal beim Wettbewerb der Messe Jagd und Hund eingereicht“, berichtet Jähne. Nun erhielt der Film den Hauptpreis in der Kategorie „Naturfilm“ in der Profi-Liga.

Zu Jury gehörten Adolf Brockmann (Redakteur Hamburger Abendblatt), Matthias Kruse (Chefredakteur Rheinisch-Westfälischer Jäger), Dr. Rolf Roosen, Carsten Weede (Redakteur Harburger Anzeigen und Nachrichten) sowie Hermann Wolff. Prämiert wurden Filme aus den Sparten Jagd, Natur, Angeln und „Verschiedenes“ – dazu gehören beispielsweise Reisebereichte. Prämiert werden jeweils Sieger aus dem Amateur- und dem Profilager. Die Preise sind ideelle Preise.

Eingereicht worden waren Beiträge aus Europa sowie eine deutsch-amerikanische Produktion. „Für uns ist der Preis eine schöne Belohnung für diesen Film, in den wir sehr viel Arbeit und ehrenamtliches Engagement gesteckt haben“, sagt Sarah Herbort. Die beiden Filmer sind mit ihrem Werk übrigens auch zu zahlreichen Vortragsreisen unterwegs – nach überfüllten Sälen in Halberstadt und Lübbecke geht es im März mit den Rotmilanen in den Kölner Zoo, im April werden Herbort und Jähne mehrere Tage in Schleswig-Holstein auf Tour sein und für den November steht eine Tour nach Roth bei Nürnberg und München auf dem Programm.

 

 

„Das Jahr des Rotmilans“ gewann als beste unabhängige Produktion beim internationalem Naturfilmfestival "Greenscreen"

„Wir können es immer noch nicht glauben, weil es einfach so viele hervorragende Filme im Wettbewerb gab“, sagen die Detmolder Naturfilmer Sarah Herbort und Robin Jähne. Sie hatten ihren Film „Das Jahr des Rotmilans – Lippes elegante Greife“ bei dem international renommierten Naturfilmfestival „Greenscreen“ in Eckernförde eingereicht. Der Film wurde als die beste unabhängige Produktion ausgezeichnet. Stifter des mit 5000 Euro dotierten Preises ist die „Stiftung Natur im Norden“.
„Schon die Nachricht, das wir nominiert wurden, war fantastisch“, berichtet Robin Jähne. „Wir drehten gerade für ‚Abenteuer Mallorca’ auf den Balearen, als wir die Mitteilung bekamen, dass der Film in die Endrunde geht“, ergänzt Sarah Herbort. Allein die Nominierung sei Grund zum Feiern gewesen. Denn „Greenscreen“ ist bekannt für seine qualitativ hochwertigen Wettbewerbsbeiträge. Zum 7. Festival wurden 280 Naturfilme aus 35 Ländern eingereicht, darunter erstmalig auch Filme aus Burma, Papua Neu Guinea und Sri Lanka. Die renommierte BBC hat drei Naturfilmproduktionen ins Rennen geschickt. Die hohe Zahl der Einsendungen unterstreicht den Stellenwert, den „Greenscreen“ mittlerweile in der internationalen Naturfilmbranche genießt.
„Wir haben uns natürlich auch andere Wettbewerbsbeiträge angesehen“, so die beiden Filmer. Spannend sei es dann bei der Preisverleihung geworden. Um 20 Uhr sollte die Veranstaltung mit mehreren hundert Teilnehmern beginnen. Erst gegen 23 Uhr wurde die Sparte „Beste unabhängige Produktion“ aufgerufen. Neben dem Lippischen Rotmilanen waren noch ein Film über die Sonora-Wüste im Süden der Vereinigten Staaten von einem amerikanischen Filmemacher und eine Produktion über Geparden aus Südafrika nominiert.
„Bei der Laudatio wuchs die Aufregung – denn die Ergebnisse werden bis zum Schluss geheim gehalten“, so Jähne. Dann kam endlich die erlösende Verlesung des Gewinnerfilmes. „Wir haben beide nicht damit gerechnet, das wir gewinnen würden und sind natürlich überglücklich“, berichtet Sarah Herbort. Das Lippische Filmteam befindet sich mit ihrem Preis in guter Gesellschaft: Der Naturfilm-Pionier Sir David Attenborough wurde für sein Lebenswerk mit dem diesjährigen Heinz-Sielmann-Filmpreis geehrt. Der 87 Jahre alte britische Tierfilmer und Naturforscher hat zahlreiche legendäre Filmdokumentationen erstellt.

 

 

Premiere: "Das Jahr des Rotmilans – Lippes elegante Greife"
Ein Film von Sarah Herbort und Robin Jähne

„Wir mussten zunächst eine ganz neue Technik erfinden, um die Kamera am Horst platzieren zu können“ berichtet der Detmolder Naturfilmer Robin Jähne. Denn nur so waren dann einzigartige Aufnahmen von der Kinderstube der Rotmilane möglich. „Als wir dann zum ersten Mal die Bilder aus fast 30 Metern Höhe auf dem Kontrollmonitor sahen, fiel uns ein Stein vom Herzen“, so Tierfilmerin Sarah Herbort. Mehr als zwei Jahre arbeitete das Team an der Dokumentation über Rotmilane.
Heraus kam ein ungewöhnlicher 45-Minuten Film über „Lippes elegante Greife“, wie der Untertitel lautet. „Das Jahr des Rotmilans“ drehten die Beiden im Auftrag des Kreises Lippe. Begleitet wurde das Projekt von Jörg Westphal und Bernd Mühlenmeier von der Unteren Landschaftsbehörde. „Durch die Kartierungen der vergangenen Jahre konnte belegt werden, dass wir in Lippe eines der Dichtezentren der Rotmilanverbreitung in Deutschland haben“, so Westphal.
Für die Filmer sei es eine Herausforderung gewesen, möglichst nahe Aufnahmen vom Leben der Greife in freier Wildbahn zu erhalten, ohne die Tiere zu beeinträchtigen, so Herbort. „Wir haben in zwei Jahren an sechs Horsten unsere Kamerakästen angebracht“, berichtet die Detmolderin weiter. Dreimal war ein Treffer dabei, zweimal hatten sie Rotmilane und auch ein Schwarzmilanpaar bei der Brut vor der Kamera.
Viele Stunden verbrachten die Filmer im Ansitz, nicht nur an den Brutplätzen, sondern auch dort, wo sich die Greife ihr Futter holten. Und sie legten fast 60 000 Kilometer zu den Drehorten zurück. Die lagen nicht nur überall im Lipperland verteilt, sondern auch in den Pyrenäen, Nordspanien und der Schweiz.
„Uns war es wichtig, die Gabelweihen auch in ihren Winterquartieren zu zeigen. Schließlich verbringen sie mehrere Monate des Jahres in diesen Gebieten“, so Jähne. Dort, in der Nähe von Luderplätzen für die bedrohten Geier oder Deponien entdeckten die Detmolder Filmer auch die Milane. „Besonders eindrucksvoll war es, wenn abends 150 und mehr dieser Vögel zu ihren Schlafbäumen einflogen“, erzählt Sarah Herbort. In der Schweiz bot sich den Kameras ein ganz besonderes Bild: Hier gibt es bei Luzern jeden Morgen Frühstück für die Milane. Ein Landwirt hat vor 30 Jahren sein Herz für die Greife entdeckt. „Wenn das Futter ausgelegt wird, bildet sich ein regelrechter Tornado aus mehr als hundert Milanen, die immer wieder hinab stoßen, um Fleischbrocken aufzunehmen. Unten saßen dazu noch 40 Bussarde und fraßen. Wir hatten Kamera ganz nah am Geschehen, teilweise setzten sich die Bussarde sogar auf das Kameraobjektiv“, berichtet Jähne.
Diese Szenen, so betonen die beiden Filmer, seien ohne das Engagement von zahlreichen Sponsoren nicht möglich gewesen. Durch eine besondere Zeitlupenkamera konnten Herbort und Jähne großartige Szenen einfangen, die so noch nie gefilmt wurden – beispielsweise wenn jungen Bussarde und Milane miteinander spielen. Neben den eindrucksvollen Zeitlupenszenen setzte das Filmteam Zeitraffer, Luftaufnahmen und andere Techniken ein, um einzigartige Perspektiven zu ermöglichen. So werden dem Zuschauer nebenbei auch die Schönheiten des Lipperlandes vorgestellt.
Vor allem aber eröffnen sich dem Betrachter faszinierende Einblicke in das Leben der Rotmilane, die nicht nur zu den größten sondern auch zu den schönsten Greifen unserer Heimat gehören.

Infos zum Film:
Dauer: 45 Minuten
Erhältlich auf: DVD, BluRay und VHS
Kosten: 12 Euro
Kontakt: Sarah Herbort, Waldweg 5, 32760 Detmold oder s.herbort@naturdoku.de
www.naturdoku.de (hier ist der Trailer und ein weiterer Ausschnitt zu sehen)
www.robinjaehne.de (hier ist der Trailer und ein weiterer Ausschnitt zu sehen)

Covertext:
Mehr als zwei Jahre arbeiteten die beiden Detmolder Naturfilmer Sarah Herbort und Robin Jähne an der Dokumentation über Rotmilane. Dabei entwickelten sie spezielle neue Techniken, um das Leben der Greife im Horst aus nächster Nähe aufzunehmen. So entstanden einzigartige Bilder, die teilweise noch nie gefilmtes Verhalten zeigen. Der aufwändige Film mit Luftaufnahmen und Extremzeitlupen begleitet die „Gabelweihen“ auch in ihre Überwinterungsquartiere im Süden Frankreichs, Spanien und der Schweiz.

 

 

Premiere des Filmes von Sarah Herbort und Robin Jähne

"Die Fürstenallee - Ein neues Gesicht für das Naurdenkmal"

Eine lippische Baumallee schreibt Filmgeschichte. Vor über vierzig Jahren diente die Fürstenallee als Filmkulisse im „Die Schlangengrube und das Todespendel“ von Edgar Allan Poe, heute spielt sie selbst die Hauptrolle. Die beiden Naturfilmer Sarah Herbort und Robin Jähne aus Detmold präsentierten im Bürgerhaus Schlangen jetzt gemeinsam mit dem Kreis Lippe den Dokumentarfilm „Die Fürstenallee - ein neues Gesicht für das Naturdenkmal“ der Öffentlichkeit.
„Zuerst trieb der plötzlich aufkommende Wind den künstlichen Nebel in die falsche Richtung, dann reichte es für eine Einstellung, bevor sich das Licht der blauen Stunde verabschiedet hatte“, plauderte Sarah Herbort aus dem Nähkästchen. Als nicht immer ganz einfach gestalteten sich die Dreharbeiten zu dem Film. Was dabei herausgekommen ist, faszinierte bei der Premiere jedoch die mehr als 200 anwesenden Gäste. Seit diesem Jahr zeigt die Fürstenallee im Abschnitt zwischen Haverkampsee und Kreisaltenheim mit den über 300 neugepflanzten Jungeichen bereits ihr neues Gesicht. Die beiden Naturfilmer haben die zweijährigen Arbeiten in der Fürstenallee filmerisch begleitet. Aus vielen Stunden Filmmaterial, allein 100 Stunden verbrachten die beiden am Schnittpult, ist ein knapp 30-minütiger Film entstanden, der die erste Episode der Rettung dieses einzigartigen Natur- und Baudenkmals zeigt und außerdem die Geschichte und die Tierwelt der Fürstenallee ausführlich dokumentiert. Herbort und Jähne setzten dazu besondere Techniken wie Zeitraffer oder atemberaubende Kamerafahrten ein. So scheint ein gefällter Baum direkt auf den Betrachter zu fallen oder die Frucht einer Eiche in Sekundenschnelle zu wachsen. Zur Filmpremiere sprachen Landrat Friedel Heuwinkel und Petra Mücke, Vorsitzende des Heimat- und Verkehrsvereins Oesterholz-Haustenbeck ein Grußwort und dankten den Filmemachern für die tolle Arbeit. „Sie haben ein Werk auf die Beine gestellt, das uns noch in vielen Jahren an die Umgestaltung der Fürstenallee erinnern wird“, betonte Heuwinkel. „Gratulation und Respekt für eine tolle Leistung um ein wichtiges Teilstück der Deutschen Alleenstrasse, die durch den Film für die Nachwelt dokumentiert werden konnte“, sprach Erwin Pfeiffer vom Vorstand der AG Deutsche Alleenstraße den örtlichen Akteuren ein großes Lob aus. Im Anschluss daran berichteten die beiden Naturfilmer über ihre Erlebnisse während der außergewöhnlichen Dreharbeiten zu einem nicht alltäglichen Thema. Den Filmern gelang es, neben der reinen Dokumentation auch tiefe Einblicke in die Natur der Allee zu geben, beispielsweise wenn Fledermäuse vor den bildfüllend aufgehenden Vollmond fliegen oder ein barocker Baumeister in einem authentischen Kostüm in die Entstehungszeit der Fürstenallee führt. „Wirkungsvoll untermalt mit passender Musik des international renommierten „ensemble vinorosso“ unter dem Weltklasse-Klarinettisten Florian Stubenvoll ist der Film informativ, kurzweilig und humorvoll“, verspricht Robin Jähne.
Er ist auf DVD oder VHS-Kassette (Blu-ray-Disc gegen Aufpreis) erhältlich und kann für 9,90 Euro unter naturfilm@robinjaehne.de oder unter (0 52 31) 48 24 6 bestellt werden

 

 

Premiere des Films über PferdeStark 2009 von Sarah Herbort und Robin Jähne
„Kraftvolle Anmut auf vier Hufen“
Fast tänzerisch bewegt sich der prachtvolle Hengst Olbo, der einem Märchen entsprungen zu sein scheint, vor der Kamera. Eine leichte Zeitlupe lässt die Bewegungen noch eindrucksvoller wirken – ein Muskelpaket voller Kraft und Eleganz. Eine Szene aus der neuen Filmdokumentation von PferdeStark. Sarah Herbort und Robin Jähne dokumentieren die inzwischen traditionelle Veranstaltung, die im August 2009 mehr als 20 000 Besucher im LWL-Freilichtmuseum Detmold in ihren Bann zog. „Kraftvolle Anmut auf vier Hufen“ – heißt der Film, der nun erhältlich ist.
„Wir wollten mit unserer Dokumentation zum Einen die zahlreichen Facetten der Kaltblutpferde zeigen“, so der Detmolder Naturfilmer Robin Jähne. „Zum Anderen ergeben PferdeStark und die Kulisse des Freilichtmuseums eine einzigartige Symbiose.“ Fast ununterbrochen waren die Filmer an den beiden Veranstaltungstagen im Einsatz. „Wir sammelten mehr als acht Stunden Filmmaterial mit fünf Kameras“, sagt Sarah Herbort.
Dazu gehörten auch zwei Zeitrafferkameras, die aus Luken der Bockwindmühle einen Überblick über das Geschehen liefern. Eine weitere Spezialkamera wurde zwischendurch an einen Pflug befestigt, um Szenen aus einer ganz besonderen Perspektive aufzunehmen. Mit Hubwagen gelang es den beiden Filmern Luftaufnahmen zu drehen.
„Eine besondere Herausforderung war es, genug Material von den unterschiedlichen Vorführungen an verschiedenen Orten zu drehen. Wir hätten eigentlich an mehreren Stationen gleichzeitig sein müssen“, verrät Sarah Herbort. An manchen Stellen drehten sie auch parallel. Während eines Kutschwettbewerbes platzierte sich die Filmerin auf einem der Strohballen in der Mitte des Parcours, Robin Jähne drehte das Geschehen vom Rand der Bahn aus. So war es möglich, die Gespanne durch alle Hindernisse zu verfolgen und aus mehreren Perspektiven zu zeigen.
„Im Aufbau des Films verfolgten wir ein ungewöhnliches Konzept“, so Robin Jähne. „Verbindendes Element der einzelnen Kapitel ist ein Fotoalbum. Die Bilder beginnen sich zu bewegen, daraus entsteht die nächste Szenenfolge“. Um das zu realisieren, wandte das Team den Trick des so genannten Greenscreen an: Im Fotoalbum klebten keine realen Bilder, sondern grüne Kärtchen, in die die Filmsequenzen später digital eingefügt wurden – für eine nur wenige Sekunden lange Szene konnte das schon mal eine Stunde in Anspruch nehmen.
„Etwa acht Wochen arbeiteten wir am Schnitt und der Endproduktion“, berichtet Sarah Herbort. Beim Kommentar wurden die Filmer in fachlichen Fragen von der Museumsökologin Agnes Sternschulte sowie den Mitorganisatoren von PferdeStark, Karla Ebert und Erhard Schroll von der Interessengemeinschaft Zugpferde, unterstützt.
So entstand ein 60-Minuten-Film, der nicht nur eine Dokumentation der Veranstaltung mit all ihren Facetten, sondern auch ein Erlebnis für die Sinne ist. Untermalt mit ausgesuchter Musik wird er nicht nur die Freunde der Kaltblutpferde begeistern.
Der Film ist als DVD oder VHS-Kassette im Museumsshop oder direkt bei Robin Jähne, Wellnerweg 16, 32760 Detmold, naturfilm@robinjaehne.de für 19,95 Euro erhältlich.

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